Aruanda Batizado in Frankfurt (31.07.15 – 02.08.15) – bei Pacifista Aruanda

Olá , Meu nome é Pacifista. Ich habe mich bereit erklärt, einen Bericht von der Batizado aus meiner Sicht zu verfassen. Ich habe Ende März mit Capoeira in der Aruanda Gruppe Hamburg angefangen, bin somit noch nicht lange dabei. Während unserer Batizado in Hamburg musste ich arbeiten, somit habe ich noch kein Capoeira Event miterlebt. Los ging es in Hamburg am Berliner Tor gegen 13 Uhr. Mit einem etwas verspäteten Start und einer Pause kamen wir gegen 19 Uhr in Frankfurt in der Halle an.

Mehr als 50 Capoeristas waren bereits schon am trainieren. Glücklicherweise wurden zu dem Zeitpunkt keine Sequenzen trainiert, sodass man sich sofort umziehen und mit trainieren konnte, auch als Anfänger. Da war mir klar, dass meine Befürchtung, dass ich die meiste Zeit nur am Rand stehen und zugucken würde völlig umsonst war. Gegen 20 Uhr startete dann die erste Roda. Was war das für ein Erlebnis. Nahezu alle wollten spielen und jeder der wollte kam auch dazu. Zusätzlich war die Energie in der Roda eine ganz andere als beim Training. Bei über 50 Capoeristas die im Chor singen kein Wunder. Der Abend klang dann mit gemeinsamen Pizza essen aus, eine Gelegenheit sowohl die eigene Gruppe als auch Capoeiristas aus anderen Gruppen kennenzulernen. Für mich ging es dann mit ein paar weiteren aus Hamburg nach Wiesbaden, wo wir schlafen konnten. Zeit zum Aufstehen! Es ist 8 Uhr.

Auf geht´s nach Frankfurt zum Frühstück. Ein Kaffee hab ich mir noch vorher gegönnt. Hunger ist reichlich vorhanden. Es gab alles was das Herz begehrte. Wer schon wach, satt und fit war begab sich in die Halle und konnte sich schon mal austoben. Erstaunlicherweise waren es recht wenige. Nicht schlimm! Kurz vor 10 startete schon wieder die erste Roda, welche sich schnell in vier aufteilte. Jeder der Lust hatte, kam auf seine Kosten. Mit super viel Energie startete also Tag 2. Zwei weitere Workshops warteten auf uns, welche ich sehr genoss. Selbst als Anfänger stand man nicht an der Seite, für uns gab es verschiedenes u.a. auch Grundlagen. Nach der Pause gab es noch ein Workshop, da merkte ich erstmals, dass die Beine so langsam nicht mehr wollen. Zum Glück kamen wir dann um 17 Uhr zur Batizado und troca de cordas. Trotz vieler müder Beine, schweißgebadeten Capoeiristas und der unerträglichen Luft in der Halle gab es für mich zumindest Gänsehautfeeling pur. Es gab begeisternde Spiele und eine Geburtstagsroda für unseren Professor Soldado.

Mit einer Roda endete der anstrengende Teil des Tages und eine lange Pause kam auf uns zu. Naja, solang war sie dann doch nicht. Gefühlt eine Stunde später ging es in den „im Herzen Afrikas“. Afrikanische Speisen und Getränke standen bis in die Nacht auf der Karte. Einige träge Gesichter gab es schon. Erneut zogen diejenigen, die noch Energie hatten weiter in die Clubs in Frankfurt. Enden tat dieser Tag gegen halb vier in der Früh ohne irgendwelche Sachen in der Halle. Zeit zum Schlafen!!

Ups. Was ist denn hier los? Sieben Uhr und ich kann nicht mehr schlafen. Na hoffentlich überlebe ich den Tag! Muss ich halt warten bis die nächsten aufstehen. 8:30. Zeit für einen Kaffee. 9 Uhr. Keine Lust zu essen. 9:30. Musik ertönt in der Halle. Jeder schnappte sich ein Instrument und es wurde musiziert. 10:00. Ich kriege müde Arme und entscheide mich doch dazu etwas zu essen. Mit etwas Verspätung ging dann das coolste Warm-Up, welches ich jemals in einem Sport gemacht habe los. Extra aus England kam ein Hip Hopper, welcher auch Capoeira ausübt zu uns. Verschiedene Elemente aus dem Hip-Hop wurden mit Capoeira verbunden. Die Zeit verging leider wie im Flug, doch mit dem Spaß waren alle müden Beine wieder vergessen. Erneut folgten zwei Workshops und erste Verschleißerscheinungen wurden sichtbar. Dies merkten auch die Professoren, sodass der letzte Workshop gecancelled wurde. Stattdessen gab es nochmal eine richtig geile Roda. So verging auch dieser Tag wie im Flug.

An dieser Stelle möchte ich Graduado Popo für die geile Batizado danken. Ebenso allen die mitgeholfen haben, sowie den ganzen Professoren und Graduados, welche verschiedene Workshops angeleitet haben. Am liebsten würde ich noch allen die Hand schütteln und jedem danken, dass er da war, denn nur zusammen ist so ein Erlebnis EIN ERLEBNIS. Für das Auto, wo ich saß, ging es nochmal zum Pizza essen und dann schnellstmöglich nach Hamburg. Gegen 1 Uhr nachts lag dann auch ich völlig erschöpft im Bett.

Aluno Pacifista

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